
Unsere Februarreise auf der arabischen Halbinsel, begann im Sultanat Oman, in der Hauptstadt Muskat. Überall gepflegtes Grün, vor der großen Sultan Qabus Moschee üppige Beete und kurzgeschnittener Rasen. Erst erschien es mir wie aus Plastik; aber da waren auch Schläuche. Ein mittelalter Mann bückte sich und tastete, um dann mehrmals „Wahnsinn! Respekt!“ zu rufen. Er sei aus der Baubranche und wisse, was da für Mühen hinter steckten.
Und das in einem Wüstenland! Die drei von uns besuchten Länder Oman, Abu Dhabi und Dubai haben in den letzten 70 Jahren eine kaum fassbare Entwicklung durchgemacht, vom Beduinenreich bis nach Dubai, welches mein Reiseführer das „Übermorgenland“ nennt, immer den Plänen und Vorstellungen des jeweiligen Sultans getreu.
Im Oman begann der Fortschritt 1970 nach der Palastrevolte des Sultan Qabus, der vom Studium in England kam und bald begann, Schulen Krankenhäuser, Häuser (statt Zelte) und Straßen zu bauen.
Heute werden die grünen Beete mit jährlich € 3000 pro Quadratkilometer gefördert und sind entsprechend gepflegt. Gartenkunst in Marokko Ob das auch mit hiesigen Stundenlöhnen möglich wäre, habe ich mich schon in Marokko gefragt…

Ursprünglich gediehen nur Disteln, die Kamele fressen können, und Datteln. Diese brauchen viel Wasser, also hatte man seit Jahrhunderten Wasserkanäle gebaut, die, teils unter der Erde, über Kilometer Wasser bis in die Oasen brachte. Neben diese Kanals stand ein mir unbekannter Riesenbaum: eine Zirbe, wie mir das Internet verriet.
Es gibt nun 8 Millionen Dattelpalmen. Sie werden 80 Jahre alt und tragen nach 12-14 Jahren. Als zweihäusige wird die Befruchtung gefördert, indem vom männlichen Baum ein Wedel abgeschnitten und an der weiblichen Krone befestigt wird.

Die Palmen werden auch als Baumaterial genutzt: die Viertel der Stämme als Balken und die Wedel als Dach.
Die Samen werden auch verkauft. Datteln sind gesund: die 70% Zucker dienen auch der Konservierung, und sie enthalten Ballaststoffe.
An den Autostraßen in Oman wurden wir an Bäume gewöhnt, danach, in Abu Dhabi, wurden es noch mehr.


Nach der Grenze zu Dubai hörten sie schlagartig auf und schon begann meine Ablehnung dieses Emirats des Größenwahns. In der Stadt der Superlative erlebte der Bus dann in zwei Tagen auf den zwölfspurigen Straßen jeweils eine Stunde Stau. Sieht so das Übermorgen aus? In der Zeitung stand, dass ein Drittel der Bevölkerung die kurze Metro Strecke sehr schätzte…
Übrigens, in Dubai ist das Öl schon alle. Aber in den anderen Bundesländern der Vereinigten Emirate gibt es vorerst noch genug…
