Schon in meinem kleinen Stadtgarten in Berlin, dem Regen knappen Nordosten Deutschlands, hätte ich gerne mehr Wasser. Und so ist es in allen drei von uns besuchten Ländern auf der arabischen Halbinsel: Oman, Abu Dhabi und Dubai. Am meisten interessierte mich der Oman; er ist fast so groß wie die Bundesrepublik Deutschland, allerdings nur vom fünf Millionen Menschen bewohnt.
Und es gibt auch Ministerium der Wasser Ressourcen. In Berlin gibt inzwischen immerhin schon die Regenwasser Agentur und im Klimaanpassungsgesetz wird die Bedeutung des Wasserhaushalts bei allem Planungen ausgeführt. Regenwasseragentur Berlin
Im Nationalmuseum in der Hauptstadt Muskat wurde, neben Krumm- und anderen Dolchen, die Wasserknappheit behandelt.

Die Beduinen nutzten Säcke aus Kamelleder, lange vor der Zeit den Keramikgefäßen. Davon gab es Beispiele als allen Epochen.
Ebenfalls Jahrhunderte alt ist das Aflaj Kanalsystem, das seit 2006 Weltkulturerbe ist. Das sind Kanäle, manche mehrere Kilometer lang und unterirdisch, mit denen Oasen gewässert werden.
Nach meinem Reiseführer (von 2020) sind es über vier Tausend, von denen etwa ein Drittel noch genutzt werden. In den Gemeinden gab (und gibt es) Wasserwärter, die auf eine gerechte Verteilung des kostbaren Gutes achten. Dabei gilt die Reihenfolge: Mensch (auch für die Waschungen), Tier, Pflanze. Ob bei den Rasensprengern vor der Qaboos Moschee in Muskat (Von Vorgestern nach Übermorgen in einer Woche) auch so ein Wasserwächter dabei war?
Eine andere Möglichkeit ist das Entsalzen des Meerwassers; dasgelingt nur mit 60% des Wassers als Ergebnis, der Rest wird zurück ins Meer gekippt. Das Entsalzen kostet viel Energie: In Dubai, wo wir an der größten Anlage vorbeifuhren, gibt es kein Öl mehr, in Oman wird noch weiter gebohrt, in der Hoffnung noch lange schürfen zu können.
Nun könnte man denken, dies seien Länder für Sonnenpaneele: so viele Sonnenstunden! Aber der Wüstensand deckt sie zu, sodass die Sonne ihre Wirkung nicht entfalten kann.
Im Oman begann eine rasante Entwicklung nach 1970: nach einer Palastrevolte wurde der sehr verehrte Qaboos Sultan, inzwischen ist er verstorben. Er kam frisch vom Studium in England und setzte sich für den Aufbau von Schulen und Gesundheitseinrichtungen ein.
Interessant ist seither die Entwicklung des Anteils der Studentinnen; es ist ähnlich wie in Deutschland: In der Uni in Muskat gibt es inzwischen 60% weibliche Studentinnen, in der privaten Qaboos Uni Muskat, wo nur Omanis studieren dürfen, gibt es darum eine Männerquote von 50%!
Vielleicht sollten wir das für manche Fächer, etwa Medizin und Pädagogik als Beispiel nehmen?
