Rezension: Einfach gärtnern! Naturnah und nachhaltig von Horst Mager

Das Buch habe ich mit wachsender Freude gelesen: Erst kommt das Buch wie eine Liebeserklärung an seinen Garten daher: so, als wäre er seine Beziehungskiste, wie zu seinem Hund. Dann geht es um nichts weniger als die Liebe zur Natur, zu Pflanzen. Zu „Tiere(n) im Garten–Wie werde ich ein guter Gastgeber?“ heißt ein Kapitel. Und dass er sich als Junge zur Kommunion eine Magnolie gewünscht hatte—so etwas gefällt einer Oma.

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Rezension: Die besten Weltuntergänge Was wird aus uns? Zwölf aufregende Zukunftsbilder von Andrea Paluch (Text), Annabelle von Sperber (Bilder)

Das Cover spricht die Oma in mir an: im oberen Teil ein Wimmelbild in sanften Farben, mit fröhlichen Menschen, die sich, Generationen übergreifend, der sommerlichen Natur erfreuen. Die untere Hälfte dagegen surrealistisch und geheimnisvoll, das macht neugierig. Im Buch, mit Seiten, die größer als DinA4 Seiten sind, nimmt der Text je ein Viertel ein, in der restlichen Flächen sind die wunderschön gemalten Bilder.

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Zu Besuch am Rüdi

Der Rüdesheimer Platz ist ganz in meiner Nähe, ein kleiner Einkaufskiez, zu dem man gerne läuft. Vor 55 Jahren hatte ich schon mal ein Zimmer zur Untermiete in einem der nun denkmalgeschützten Häuser. Seitdem ich weiß, dass ich über die neuen Bepflanzungen am Platz schreiben werde, kommen mir immer mehr Erinnerungen, etwa, dass damals eine Telefonzelle da war, wo jetzt die Walltoilette ist, die Zelle ist jetzt gegenüber zu einer Bücherzelle geworden. Zum abendlichen Telefonieren musste ich oft Schlange stehen, und für Ferngespräche empfahl es sich, einen Stapel mit Groschen vorzubereiten.

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Tiny forests

Falls Sie sich fragen, warum braucht es einen englischen Namen, um nach der Miyawaki Methode zu arbeiten: „Kleine Wälder“ reicht nicht, um dieses dynamische Projekt zu erklären. Erst 2021 in Deutschland gegründet und nun schon so erfolgreich, dass zwei Geschäftsführer bezahlt werden können, wenn sie das Tun der Ehrenamtlichen und anderen Laien beim Bäume Pflanzen anleiten. Schon von der Webseite fühle ich, die Oma, mich angesprochen; Menschen jeglichen Alters sollen mitmachen, und ich verrate hier schon mal: Nach nur drei Jahren ist ein Erfolg zu sehen, das könnte ich noch erleben!→ weiterlesen

Clematis Vortrag und Fragestunde mit Herrn (Clematis-) Westphal, veranstaltet von der Gesellschaft für Förderung der Gartenkultur am 17.2.24 in Berlin

Herr Westphal war seit Jahrzehnten bei den Staudenmärkten mit einem Stand vertreten, die, Corona bedingt, zweimal ausfielen. Am 6. und 7. April 2024 wird er wieder dabei sein, diesmal in der Domäne Dahlem. Man kann Pflanzen online oder telefonisch bestellen und dann dort abholen. Er kennt, wie wir sehen werden, seine Berliner Kunden gut. Der Vortrag ist begleitet von Abbildungen, die er hier zur Verfügung stellt, und auch für die „kleinen Korrekturen“—danke schön!

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Karl Foerster und mein kleiner Stadtgarten

In diesem Jahr wird der 150. Geburtstag des Gartenphilosophen Karl Foerster gefeiert. Ich habe einen Kalender geschenkt bekommen, der jeden Monat ein schönes Foto und dann einen typischen Foerster Spruch dazu abbildet. Dazu dann etwas aus den Erfahrungen eines seiner Mitarbeiter, Dr. Konrad Näser. Zum Januar kamen Schneeglöckchen durch die Erde: „Das ganze holde Gesindel, das oft schon im Januar wohlauf und munter ist.“ So war es bei mir, in den bald vierzig Jahren, die wir hier leben, habe ich sie überall hingesetzt, gleich nach der Blüte, „in the green“, wie der Profi sagt.→ weiterlesen

Rezension: Die Kühe, mein Neffe und ich Mit großen Tieren aufwachsen, leben und arbeiten. von Uta Ruge Kunstmann

Frau Ruge kennt und verehrt Kühe, für dieses Buch hat sie breit recherchiert, besonders interessiert sie die Rolle, die Kühe in den Kulturen der verschiedenen Epochen für Menschen spielten. Dabei geht es ihr um die Beziehungen der Menschen zu ihren Rindern. Sie kennt sich mit Kühen aus: für die Laien werden anfangs alle Bezeichnungen, von Färse bis zur Kuh erklärt, auch, wofür der Stier gut ist, aber was der Ochse nicht kann.

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„Wir haben es satt“

steht am 21.1.24 im Tagesspiegel (Tsp). Cem Özdemir wird von einer 7 oder 8 Tausend Menschen großen Demonstrantengruppe diese Protestnote überreicht, wie es sich zur Grünen Woche gehört. Er reagiert sachlich: “Die Forderungen, die ich hier höre, passen im Wesentlichen zum Programm meines Ministeriums. Das ist nicht auf allen Bauernkundgebungen so. Zur Wahrheit gehört aber auch: Die bei den anderen Protesten sind deutlich mehr.“

Aber warum hat die BRD sich im Oktober 23 der Stimme enthalten, als über das Ende des Glyphosat Gebrauchs in Europa abgestimmt wurde? Der einzige Trost: Immerhin gilt es nur für zehn Jahre, fünfzehn wären möglich gewesen. Aber die wichtigere Frage: Warum finden die Proteste so viel Sympathie, obwohl die konventionelle Landwirtschaft unserer natürlichen Ressource, den Böden schadet?
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