„Großzügigkeit ist eine Tugend der Bewohner des Paradieses“ 

„Großzügigkeit ist eine Tugend der Bewohner des Paradieses“ 
„Großzügigkeit ist eine Tugend der Bewohner des Paradieses“ 

Dass das persische Wort für Garten das gleiche ist, wie das für Paradies, hat mir schon beim Schreiben des ersten Kapitels meines Buches gefallen. Jetzt ist Gelegenheit, der Frage weiter nachzugehen: Im Pergamonmuseum gibt es (bis zum 20.2.2022) eine kleine Ausstellung mit Illustrationen persischer Gartenbücher, der Fotos von den Freuden Berliner Kleingärtner gegenübergestellt werden. Dazu passt auch die Ausstellung zu Kunstwerken verschiedener Epochen im Iran in der James-Simon Galerie (bis zum 20.3.2022), in der auch die interessanteren Gartenbilder zu sehen waren.

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Über Gärten lesen

Kurz vor Weihnachten ist im Garten kaum noch etwas zu tun, die Sensiblen sind schon im Wintergarten und werden maßvoll begossen. Noch hatten wir keinen Frost, die Rosen treiben weiter Knospen, am eifrigsten Schneewittchen und Mirato. Der Star war allerdings die Barkarole, diese Edelrose hatte eine Knospe in zwei Meter Höhe! Das sah in der Vase aus wie ein Himmelskörper, und musste ein bisschen zurückgeschnitten werden, um schön zu sein.

Nun kommt die Zeit des Lesens: Ich hatte schon in den Sommersemesterferien wieder einmal einen Studientag in der Gartenbibliothek der TU Berlin eingelegt. Anders als im Buch beschrieben, braucht man nun, wegen Corona, einen Ausweis (für €10 im Jahr) und muss einen Arbeitstisch vorab mit Zeitfenster buchen. Das Vorhängeschloss ist weiter wichtig, um Garderobe und Taschen einzuschließen!

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Wem das Lachen vergeht

Fast ein halbes Jahr lang war hier die Kolumne über Armin Laschet, der sich im Rahmen des Wahlkampfes herzlich lachend über die Versicherung von Elon Musk freute, dass es genug Wasser in der Umgebung seiner geplanten Autofabrik gäbe. Das Problem der benötigten Wassermenge schien ihm nicht bekannt. Ich schrieb: „Dann kam ich zum Grübeln: brauchen wir in Deutschland eigentlich noch einen neuen Autohersteller? Die anderen fangen doch auch an mit den E-Mobilen! Und jeder Tag in Berlin zeigt doch, dass es schon mehr als genug Autos gibt.

Noch gibt es nur eine vorläufige Baugenehmigung …“

Inzwischen wird die Fabrik weiter gebaut, Auto werden auch schon produziert, in Erwartung der Genehmigungen. Man hat schon versucht, mit den vorhandenen Mitarbeitern einen Betriebsrat zu gründen, was bedeutet hätte, dass später eingestellte nicht gleiche Chancen gehabt hätten, so als wären Ablehnungen nicht mal denkbar.

Wird der Betrieb genehmigt werden, obwohl klar ist, dass das Wasser nicht reichen wird, also die Trinkwasserversorgung der Region nicht mehr gewährleistet wäre? Der Wirtschaftsminister ist sehr dafür, der Umweltminister nicht so, wer wird sich durchsetzen? Zum Lachen ist es jetzt nicht mehr …

Rezension: Hier wächst nichts von Jörg Pfenningschmidt und Jonas Reif

Sollte man ein Buch mit dem Titel Hier wächst nichts wirklich lesen wollen, wenn es sich so abstoßend präsentiert? Auf dem Titelbild wächst wirklich nichts, und auch die Rückseite verspricht kein erbauliches Buch über Gartenkultur. Sehen Sie selbst!

Da gibt es „62 % Gartenerfahrung aus naturidentischen herben Rückschlägen und bitteren Erkenntnissen, … 15 % grober Unfug aus 42 % Alkohol in der Herstellung … aber auch 12 % Humor aus zertifiziertem Raubbau.“ Ihr Eindruck stimmt: Hier gibt es Satire, wie wir sehen werden, über moderne Gartenboomtrends, über Gartenliebhaberinnen und ihre Gatten. Leider haben Kleinkinder und Schwangere in Gärten keinen Zutritt, aber es gibt Geistvolles, möglicherweise geschrieben nach Genuss von Berauschendem.

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Lila Herbstfreuden und das diesjährige Lieblingsrezept für Apfelkuchen

Lieblingsrezept für Apfelkuchen

In diesem Jahr, so etwa zwanzig Jahre nachdem wir ihn gepflanzt haben, hat der Boskoop Apfelbaum richtig gut getragen und ich verrate euch mein Lieblingsrezept für Apfelkuchen. Er ist, wie unser Baumflüsterer sich ausdrückt, ein Alternanzträger, das heißt: nur alle zwei Jahre gibt es reichlich Äpfel, in diesem Jahr haben wir genug, um sie bis in den Dezember hinein aufzuheben. Und ich „musste“ schon viermal meine Lieblingstorte vom Kapitel Erntefreuden backen, für mindestens noch zwei weitere wird es noch reichen.

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Zwiebelevaluationsjahresabschlussbericht

Allium im Eiskeller.

In diesem Jahr habe ich meine gärtnerischen Gewohnheiten überdacht: Wo soll es so bleiben, wie es ist, und wo ist etwas Neues angesagt. Eigentlich stellt man sich diese Frage immer, aber vieles vergisst man wieder, diesmal habe ich es aufgeschrieben. Dazu kommt: Die Klimakrise verändert unsere Bedingungen. Am besten lesen Sie dazu die „Evaluationsberichte“ über die Früh- und Spätblüher. Da wird auch meine kleine private Testreihe zu ALDI Produkten angeführt. Die enthält auch Stauden.

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Was zum Lachen!?

Das erste Mal habe ich das hämische Lachen im Autoradio gehört: Elon Musk lacht Anwohner aus, die bei einem Termin an der Baustelle seiner E-Automobilfabrik befürchten, das Wasser würde knapp, wenn die Produktion losgehen wird. „Diese Region hat so viel Wasser. Sehen Sie sich um!“

Ich dachte: Muss ein Fabrikant aus den USA wissen, was nicht nur die Bauern und Gartenbesitzer im Nordosten Deutschlands schon wissen, auch der brandenburgische Umweltminister und das Leibniz-Institut, nämlich dass es seit Jahren zu wenig regnet?

Dann sah und hörte ich das Lachen auf Youtube unter „Laschet lacht“. Der freute sich herzlich mit Musk, so als wäre dies ein Witz. Ein deutscher Kanzler, der den Aufgaben der nächsten Jahre gewachsen wäre, müsste wissen, dass in vielen Gegenden Deutschlands Wasser schon jetzt knapp geworden ist. Inzwischen verrät mir das Internet, dass Musk schon vor einem halben Jahr darauf angesprochen worden war und das Problem der benötigten Wassermenge schon heftig diskutiert wurde.

Dann kam ich zum Grübeln: brauchen wir in Deutschland eigentlich noch einen neuen Autohersteller? Die anderen fangen doch auch an mit den E-Mobilen! Und jeder Tag in Berlin zeigt doch, dass es schon mehr als genug Autos gibt.

Noch gibt es nur eine vorläufige Baugenehmigung …

Katrin und Eva Luber

Rezension: Einmal gärtnern wie in Sissinghurst von Astrid Ludwig

Einmal gärtnern wie in SissinghurstSie lieben englische Gärten, oder wollten schon immer mal dahin? Dann ist das Buch Einmal gärtnern wie in Sissinghurst von Astrid Ludwig genau richtig für Sie: Es ist aufgemacht wie ein Reisetagebuch, das die Erinnerung an eine schöne Zeit festhält, mit dem ein Geschenk gemacht werden soll, vielleicht auch sich selbst: Viele Fotos, jede Seite eingerahmt von einem linierten Hintergrund, für jedes Kapitel eine kleine Skizze, fein gezeichnet, die dann auf jeder Seite des Kapitels wiederholt wird. So etwas macht Freude.

Ich las es, um Erinnerungen aufzufrischen: Meine Gartenliebe fing vor einem Vierteljahrhundert mit einem Buch über Vita Sackville-West an, die mit ihrem Mann zusammen den Garten in Sissinghurst geschaffen hatte. Später beginnt dann das erste Kapitel das richtige Alter für das Gärtnern in meinem Buch Blütenfreuden damit an. Und ich hatte (gefühlt) alles gelesen, was zu Vita und ihrem Mann zu bekommen war.

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