Berichte aus einem kleinen Stadtgarten in Berlin

Stadtgarten in Berlin

Wir schreiben Mitte Januar und hatten nur drei Tage, an denen wir die Autoscheiben kratzen mussten, nur im Stadtgarten in Berlin war zweimal Raureif, aber im kleinen Senkgarten steht draußen immer noch das Zitronenbäumchen und freut sich über kräftige Regenfälle.

Dies scheint wieder ein warmer Winter zu werden. Bei unserem Spaziergang durch Berliner Straßen blühten auf den Grünstreifen Gänseblümchen. Und es lagen überall die Tannenbäume an den Straßen und warteten darauf, von der Stadtreinigung abgeholt zu werden. Ich werde unsere Bäume aufheben und dann bei Bedarf seine Zweige auf die Rosen legen, wer weiß, ob es notwendig sein wird.

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Eine Reise wert: Anima, der Skulpturengarten von André Heller bei Marrakesch

Anima, der Skulpturengarten von André Heller

Mit diesem Bericht über Anima, der Skulpturengarten von André Heller, und schönsten Garten enden die Beiträge zu unserer Marokkoreise. Dieser Besuch war ein letzter Höhepunkt. Und jetzt kamen die Postkarten aus Marokko bei allen an, auf den Tag genau zwei Monate, nachdem sie geschrieben wurden. Unser Besuch wird in der Entfernung und im hiesigen grauen Winterwetter immer herrlicher.

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Das Safranparadies in Marokko von Christine Ferrari

Das Safranparadies in Marokko von Christine Ferrari

Das Safranparadies in Marokko von Christine Ferrari liegt von Marrakesch keine fünfzig Kilometer entfernt und ist in der Nähe des Skulpturen Parks von André Heller gelegen, auch deshalb empfiehlt sich ein Besuch.

Das Safranparadies in Marokko von Christine Ferrari

Wir konnten die Besuche im Hotel buchen und kamen zur Mittagszeit, zum Essen. Es war das beste Essen, das wir während unserer Rundreise bekamen, natürlich mit Safransoße und Arganöl, und frischem Brot, das vor unseren Augen im Holzofen gebacken wurde. Zusammen mit der interessanten Ansprache von Christine Ferrari wurde es ein Erlebnis. Vorher liefen wir etwas durch den Garten, fanden einen ordentlich, weil gut beschrifteten, kleinen botanischen Garten, der alle schon in den anderen Beiträgen beschriebenen Pflanzen enthielt.

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Jardin Majorelle von Yves Saint Laurent in Marrakesch

Jardin Majorelle von Yves Saint Laurent in Marrakesch

Einer der Gründe, warum ich nach Marrakesch fahren wollte, waren die Berichte und Bilder des Jardin Majorelle in Marrakesch von Yves Saint Laurent. Das wundervolle Blau von Haus und Blumentöpfen musste ich selbst sehen!

Im Englischen Gärtner, dem Buch von Robin Lane Fox, das ich rezensiert hatte, ging es nicht nur um die beiden letzten Besitzer, Yves Saint Laurent und seinen Lebenspartner Pierre Bergé. Wir lesen auch vom Schöpfers des Gartens, dem französischen Malers Jacques Majorelle, der die Pflanzen ausgewählt hatte und von dessen Liebe zu den Berbern, die er bei Reisen in das Atlasgebirge schätzen gelernt hatte.

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Der Secret Garden in Marrakesch ist ein islamischer Garten

Secret Garden in Marrakesch

Der Secret Garden in Marrakesch ist ein islamischer Garten und liegt inmitten des Riads, des Anwesens.

Nach außen durch hohe und fensterlose Mauern abgeschlossen, sind innen Beete in geometrischen Formen angelegt. Je nach Wohlstand des Erbauers gibt es Pavillons, Hamams, reich geschmückt mit farbenfrohen Ornamenten, auch sie sind meist geometrisch angelegt, allenfalls florale Elemente dürfen sie erhalten. In einem Reiseführer war bei den Palästen vom horror vacui, der Angst vor der Leere, die Rede.

Ob mit der ornamentalen Fülle wettgemacht werden soll, dass der islamische Glaube die Darstellung von tierischen oder gar menschlichen Lebewesen verbietet?

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Gartenkunst in Marokko

Gartenkunst in Marokko
Secret Garden in Marrakesch.

Schon als sich das Flugzeug dem Flughafen in Marrakesch näherte, überraschte mich das viele Grün, in perfekt angelegten Anpflanzungen: vor allem Olivenhaine in geordneten Reihen. Und der erste Eindruck hatte nicht getäuscht: Auf der Rundreise durch die Königsstädte kam ich aus dem Staunen nicht heraus. Auch entlang der Straßen, die durch Wüstengebiete gingen, sahen wir viele Dattelpalmen, manche noch recht jung, Sisal und immer wieder Olivenwäldchen. Unser Reiseleiter, ein Fan des marokkanischen Regierungschefs, berichtete, dass der König jedes einzelne Bäumchen davon gespendet hätte.

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Rezension: Die Akte Glyphosat von Helmut Burtscher-Schaden

Die Akte Glyphosat

Rezension zum Buch Die Akte Glyphosat, wie Konzerne die Schwächen des Systems nutzen und damit unsere Gesundheit gefährden von Helmut Burtscher-Schaden.

Wussten Sie, dass deutsche Behörden zur Bewertung der Schädlichkeit von Substanzen nicht-öffentliche Studien der Industrie verwenden? Und denen mehr vertrauen, als veröffentlichten Studien unabhängiger Wissenschaftler? Und, wie 2015/16 zu Glyphosat geschehen, die deutsche Behörde BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung) dies sogar für alle europäischen Staaten mitmacht? Ich auch nicht, und ich kann über meine eigene Naivität nur immer wieder staunen.

Aber der Reihe nach: Im Vorwort leitet der studierte Landwirt und Toxikologe Peter Clausing in die beiden Teile des Buches ein: Schon 1985 gab es in den USA einen Versuch von Wissenschaftlern, Lügen der Glyphosathersteller über dessen Unbedenklichkeit zu entlarven. Durch medienwirksame Darstellungen und Aktionen gelang es Monsanto, sie zu unterdrücken. Woher man das weiß? Seit etwa 3 Jahren sind in den USA durch Gerichtsbeschluss geheime Dokumente von Monsanto öffentlich zugänglich, jeder kann es nachlesen: Roundup (Glyphosate) Cancer Cases: Key Documents & Analysis

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Reisen mit Gelierzucker im Gepäck

gelierzucker

Letzte Woche beschrieb ich meinen Stress, unseren Apfelüberfluss zu verarbeiten und berichtete von Harald Martenstein, der sich diesem Stress entzieht, indem er Passivbauer geworden ist.

Heute erzähle ich von den schönen Seiten der Früchteverarbeitung: im Urlaub ist es nämlich ganz anders. Vielleicht liegt der Unterschied darin, dass es dann nicht die eigenen Früchte sind, für man sich irgendwie verantwortlich fühlt, sondern die Anderer.

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Schon wieder Apfelkuchen!

Apfelkuchen

Kann man zuviel Apfelkuchen essen?

In seiner Kolumne im ZEIT Magazin schreibt Harald Martenstein von seiner Entwicklung vom Hobbybauern zum Passivbauern. Er besitzt in seinem Grundstück viele Obstbäume und hatte über Jahre versucht, die reiche Ernte zu verteilen, aber selbst die Bekannten hatten schon genug Obst und Marmeladen. Erst als er beschloss, Passivbauer zu werden, konnte er seine Bäume wieder lieben: “Ich esse hin und wieder einen Apfel oder eine Pflaume direkt vom Baum … der Rest des Obstes wird der Natur überlassen, den Insekten, den Vögeln, den sich von Verwesendem nährenden Mikroben.“

Als Passivbauer fühlt er sich so wohl, dass er sogar zwei neue Obstbäume pflanzen konnte. Ob ich jemals die Gelassenheit einer Passivbäuerin erlangen werde? Martenstein ist sieben Jahre jünger als ich und schon so reif! Vielleicht liegt es daran, dass wir Blockadekinder sind? Jedenfalls arbeite ich in den letzten Wochen beharrlich an der Verarbeitung des diesjährigen Apfelreichtums: Endlich sind die Jacques Lebel Äpfel und die des Boskoop Baums aufgegessen und verarbeitet. Der Boskoop trug wie noch nie, viele Äpfel, und manche so groß wie Pampelmusen.

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Was blüht da gelb im Birnbaum?

Jetzt haben wieder die Herbstfarben den Garten übernommen: viel Gelb, Blau und hie und da Rottöne.

Gelb sind noch immer die Nachtkerzen, die Rudbekia nitida und triloba, die Staudensonnenblume, die Sonnenbraut und als Bodendecker der Lerchensporn. Hoch oben, auf drei Metern, in der Birne, blüht ein Kürbis immer weiter. Er wurde im Mai bei Apfeltraum gekauft, wo nicht nur die Tomaten, sondern auch die Kürbisse so schöne Namen hatten, dass man sie gleich vergisst. Wahrscheinlich ein Muscat de Provence.

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