Die Gräser stehen lassen!

Stipa.

Dass ich nun mehr Gräser haben kann, liegt daran, dass die Enkelkinder alle ausgewachsen sind und keiner mehr den Rasen zum Spielen braucht. So konnte ich mir, über die Jahre, eine Ecke mit Gräsern zupflanzen, ohne dass sich jemand beschwerte!

Im Botanischen Garten.

Das Zebragras (nein, geblüht hat es immer noch nicht) nimmt über einen Quadratmeter ein, die erst zwei Jahre alte Rutenhirse (Panicum virgatum) wurde etwa 180 cm hoch, aber nach einem kräftigen Regen nahm sie die doppelte Fläche ein: Sie hatte sich in alle Richtungen gebogen und den Boden bedeckt, sodass wir es zusammenbinden mussten. Dazu die Website einer Gartenzeitschrift: „Die Rutenhirse gehört – ebenso wie Chinaschilf (Miscanthus) und Federborstengras (Pennisetum) – zu den sogenannten ‚Warm-Season-Gräsern‘. Unter diesem Fachbegriff werden Arten zusammengefasst, die erst spät austreiben und ihren Höhepunkt im Spätsommer und Herbst haben. Dafür sind sie aber bis lange in den Winter hinein standfest.“ Im gebundenen Zustand ist sie genau das.

Panicum virgatum.

Zum Binden bekam ich mehrere Tage lang unaufgefordert Tipps auf meinem Smartphone: Gräser sollen im Herbst gebunden werden, damit das Regenwasser außen an ihnen vorbeifließt und nicht in die Halmansätze gelangt, das würde Pilzen Vorschub leisten. Das war nun endlich mal ein lohnender Tipp, sonst erfahre ich ungefragt Neues über irgendwelche Royals oder sehe Kätzchen und Welpen beim Spielen zu …

Neu sind die Stipa: Sie kamen Ende Mai an und wurden verteilt. Am besten entwickelte sich, keine Überraschung, die in der Sonne an einem Platz, der wegen der blühenden Nachbarschaft gut gegossen wurde. Bei den anderen nehme ich mir jetzt vor, sie im nächsten Jahr besser zu begießen. Noch dürfen wir ja trotz Wasserknappheit so viel gießen, wie wir wollen, wer weiß, wie lang das noch so bleibt.

Das Plattenährengras hatte sich so schön vermehrt, dass es jetzt an zwei weitere Stellen gesetzt werden konnte, ein Teil davon auch im neuen Raum der Gräser.

Alle Gräser werden erst im Frühjahr zurückgeschnitten, ich mag es, wenn sie sich im Wind bewegen, wie im Video. Noch schöner werden sie bei Raureif. Nun suche ich noch nach einem Gras mit roten oder wenigstens rotbraunen Halmen, so wie ich es neulich in einem Dahlemer Vorgarten sah.

Im Botanischen Garten suchte ich danach vergebens. Aber ich konnte mir die Gunnera angucken, von der uns bei unserem Spaziergang dort am Frauentag berichtet wurde.

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