Nun ist die Frankreichreise vom letzten Jahr schon lange her, und am meisten erinnere ich mich daran: Was alles Salvia (oder französisch sauge) genannt wird.
Es war in einem Pflanzengeschäft im Charollais, da waren sie nicht nur in vielen Farben im Angebot, auch meine Perovskia „Blue Spire“, die Blauraute, wurde als Salbei verkauft.
Hatte ich da nicht mal was gelesen? Ich hatte einige Jahre die Gartenpraxis vom Ullmer Verlag abonniert. Und richtig! Vor zwei Jahren kam eine Übersicht dazu, nach der aufgrund von genetischer Übereinstimmung auch diese Arten mit ihrem strauchartigen Wuchs unter Salbei eingeordnet wurden.
Im Charollais waren wir zum 8.Mal in einem kleinen Ort namens Belleroche, in einer Ferienwohnung. Unsere kleines Terrassengärtchen in der ehemaligen Garagenauffahrt hier wurde deshalb Belleroche (schöner Felsen) genannt.
Von der dortigen Terrasse sah man auf eine Weide mit Charollais Kühen, die bekannt sind für ihr Fleisch. Deshalb dürfen die Mütter ihre Kälbchen trinken lassen. Früher waren wir immer im Mai da und haben uns an den Spielen der Kälbchen untereinander erfreut. Obwohl sie alle gleiches Fell in weiß haben, konnte man sie an ihren Verhalten unterscheiden, habe ich mir wenigstens eingebildet. Diesmal, Ende September, waren sie schon weniger verspielt und lagen meist rum.
Die letzten Jahre waren wir nicht mehr dagewesen, auch hier war man umweltbewusst geworden: selbst beim Friedhof nimmt man nun Rücksicht auf die Zukunft der lebenden Bewohner.
Da fand ich die schon beschriebenen Zinniensamen Jetzt Samen für die Einjährigen ernten!. Im nächsten Monat werde ich sie vorziehen.

Bevor wir vom Süden Richtung Norden fuhren, besuchten wir den Botanischen Garten in Montpellier, eine Empfehlung von Enkelin Lucia, die seit zwei Jahren den Blog für mich betreibt. Sie war im Sommer da und begeistert von Lotus, Fröschen und Riesen Agaven.

Wir staunten, dass sich dieser Garten, von der Medizinischen Fakultät gegründet, politisch zur Republik bekannte, zu Egalité, fraternité und liberté! Frei war dann der Eintritt, allerdings durfte man nicht picknicken. Deswegen konnten wir nicht, wie geplant, auf der großen Bank essen, sondern mussten mehr hinter Büsche.
Von den Pflanzen beeindruckten mich am meisten die Beete mit verschiedenen Sorten Phlomis.
Als wir vor einigen Jahren im Botanischen Garten in Nizza waren, kaufte ich ein Heft über die dortige nationale Salbeisammlung.
Jetzt hoffte ich auf aktuelle Berichte über Salbei. Beim Googlen wird die schöne Lage, etwas außerhalb von Nizza (Richtung Flughafen), mit Bänken an Aussichtsplätzen und auch der schöne Kinderspielplatz gelobt, leider nichts mehr über Salbei. Aber der Eintritt kostet auch nichts, und man darf picknicken!
Als letzte Etappe noch mein Besuch in Ort am Innkreis im Staudengarten von Christian Kress, den er Sarastro nennt. Wann und warum er den Garten so benannt hat, steht in seinem Buch „Meine Welt der Stauden, eine Liebeserklärung an blühende Beete und ans Gärtnern“, das ich gerne rezensiert hatte.
Seitdem habe ich seinen monatlichen Blog abonniert, der sehr ausführlich von aktuellen Arbeiten und Erfahrungen berichtet:
Er hat auch einen Versand. Und für Abonnenten seines Blogs gibt es einen Rabatt! Als ich einige Pflanzen bei ihm kaufte, bekam ich diesen blauen Salbei dazu! Erst darf man den Blog lesen und dann auch noch ein Geschenk. Danke schön!
