Wir füttern seit Langem Vögel: in meinem Buch schwärme ich davon und beschreibe auch, wie mein Mann Vogelfutter mixt mit: Haferflocken, Mehlwürmern und Rosinen. Vögel füttern
Wenn ich das noch einmal lese, werde ich ganz nostalgisch, denn es gibt kaum noch Vögel, nicht mal Spatzen. Einige Meisen, mal ein Eichelhäher, mal ein Rotkehlchen. Den Artenschwund gibt es also auch mitten in der Stadt, wo kaum Gifte, die dann auch noch Pflanzenschutzmittel heißen, eingesetzt werden. Rezension: Die Akte Glyphosat von Helmut Burtscher-Schaden

Vielleicht sind aber auch die jungen Katzen (mit)schuld, sie nehmen das Dach des Vogelhauses als Aussichtsplattform. Findus setzt sich auch gerne in das Futterhaus und frisst. Erst dachten wir, es wären die Mehlwürmer, die er so mag.
Neulich waren Rosinen von Maden befallen, die ich dann ins Vogelhaus legte: natürlich für die Vögel. Aber Findus setzte sich rein und fraß sie, wir freuten uns, wie es ihm schmeckte!
Da wussten wir noch nicht, dass Rosinen für Katzen giftig sind, für Hunde auch. Er erbrach Vieles, wurde immer kränker, kam auf die Intensivstation mit Infusionen (festgeklebt am rasierten Bauch) und einem Blasenkatheter (festgeklebt am rasierten Schwanz). Ob das alles nur an den Rosinen lag, ist nicht sicher.
Nach fünf Tagen, und wir um über €3000 ärmer, ist er wieder der Alte; und die Haare wachsen nach.
Aus dem Vogelfutter pickte ich die Rosinen, hoffentlich tun sie dem Komposthaufen gut. Das Futter ohne sie wird gefressen. Ein bitterer Trost: die Amseln, die sie so mochten, kommen eh nicht mehr!
Aber andere (für uns) neue Gifte bedrohen unsere Tiere. Ich nahm einige hohe Eisenhüte (Aconitum) aus dem Garten für die hohe Stielvase ins Wohnzimmer. Unsere Schwiegertochter, die die täglichen Besuche in der Klinik absolviert hatte, weiß, dass das Aconitin hoch giftig ist, eigentlich soll man sie nur mit Handschuhen anfassen. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Zittern, Apathie, Krämpfe oder Lähmungen, die zum Tode, auch bei Menschen; führen können! Also wurden die hohen Eisenhüte gekürzt
und zwischen den Doppelfenstern plaziert. Es stimmt schon, dass schon nach einem Tag Blütenblätter runterfallen, mit denen die Katzen dann spielen könnten.
Die Schwiegertochter berichtete, dass in der Tierarztpraxis, in der sie so oft war, die Tierhalter gefragt wurden, ob die kranken Tiere etwa Lilien gefressen haben könnten. Und nun, zur Adventszeit, noch eine Warnung: Auch Amaryllis Blüten sind giftig!
