Ein Urweltmammutbaum

hatte mich bisher nicht interessiert, passt ja in meinen Garten nicht rein. Keine großen Bäume in einem kleinen Stadtgarten! Erst auf der Englandreise im April dieses Jahres sah ich sie in mehreren Parks—und mit dem gehörigem Abstand. So wirkte er etwa so, wie auf den Bildern von Caspar David Friedrich.

Nun verstand ich den Stolz von Herrn Dr. Konrad Näser, wenn er die Geschichte seines Metasequoia erzählt:

Lange Zeit kannte man ihn nur als Versteinerungen und dachte, er wäre ausgestorben, bis er in den 1940ern in einer unzugänglichen Bergregion in China entdeckt wurde. Danach wurde Metasequoia glyptostroboides zum Prestigeobjekt weltweit. In Hamburg gab es dann schon einige…

Herr Näser erlernte in dieser Zeit seinen Beruf in der DDR. Es war die Zeit des Wettbewerbs der zwei deutschen Staaten um ihre Leistungsfähigkeit in Allem; auch bei den Gärten: also musste es diese Urweltmammuts hier genauso geben, die DDR kaufte zehn.

Emil Pusch hieß der Züchter in Werder, der sie aus Stecklingen zog. Nachdem Herr Näser seine Meisterprüfung bei ihm bestanden hatte, schenkte er ihm einen. Und in über sechzig Jahren ist er eindrucksvoll gewachsen fotos Näser —vor allem wenn man ihn aus der Ferne sieht.

welcher ist wohl der Mammutbaum?

Und das konnte ich nun in England. Der erste war in Denman, in Sussex. Sie werfen die Nadeln im Winter ab, und nun trieben sie gerade aus, erst nur wie ein Schleier. Im Gartenplan gibt es sogar den Metasequoia Walk. Eine Woche später in Nymans und dann am See, mit Fernblick in Sheffield.

Sie waren auch in England in diesen Zeiten must-haves! Und das Internet spricht von einem Gang mit ihnen auf der Insel Mainau. Nicht zu verwechseln sind sie mit den kalifornischen Mammutbäumen, davon gibt es auch in Deutschland ganze Wälder, im Internet anzusehen.

Nadeln im Juni

Sie sind große CO2 Speicher. und können in allen Größen im Internet bestellt werden: „Sie mögen es nicht zu trocken, können aber bis -30° C vertragen. Bei dem Urwelt-Mammutbaum handelt es sich um ein laubabwerfendes Nadelgehölz, leider wird auch regelmäßig Totholz abgeworfen.“

Sind also doch nichts für meinen kleinen Stadtgarten…

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