Heute mal royal: Beim Rückzugsort des Prinzen in High Grove und Neues von der Chelsey Flower Show

Inzwischen ist er der König: Charles III. Beim Besuch durften wir keine Fotos machen, deshalb hier eines von der Tüte des Shops . Wenn Sie welche vom Garten sehen wollen, empfehle ich die Webseite von High Grove.

In diesem Beitrag kommen erstmal die logistischen Fragen der Gartenbesuche in England, es geht um das Planen und: was es kostet. Zum geführten Gartenbesuch komme ich zum Schluss.

Während ich dies schreibe, Ende Mai, läuft die Chelsey Flower Show der Royal Horticultural Society (RHS). Das war immer die Zeit für den Chelsey Chop, wo Blühstauden eingekürzt werden, um die spätere Blütenzeit zu verlängern Chelsea Flower Show und Chelsea Chop Die kleinen Weißen im Mai und was tut sich in Chelsea?. In diesem Jahr war er schon zwei bis drei Wochen vorher fällig, da die Stauden weiterentwickelt waren. Dann gucke ich immer im Netz, was es in Chelsey Neues gibt.

Inhaltlich gab es wieder viel über naturnahe Gärten, einen Balkon voller Blumen und als Neuheit ein No Adults Allowed Garten. Schulkinder haben den Garten selbst entworfen und sind Mitglieder einer Jury geworden. Dazu: „However, the newest addition to RHS Chelsea Flower Show this year is the No Adults Allowed Garden. For the first time in history, a garden designed by children will feature at Chelsea Flower Show this week. The RHS also announced that it will also for the first time have children judges, who will award one garden with the RHS Children’s Choice Award this year.“ Der „Kindergarten“ hat Abenteuerelemente. Außerdem durften sie einem Erwachsenen Garten einen Preis verliehen, so sollen sie zu Gartenliebhaber: innen werden.

Aber auch die Eintrittspreise sind erwähnenswert: An Wochentagen über sechzig Euro, am Wochenende das Doppelte. Mitglieder der RHS zahlen ca. 20 Prozent weniger.

Damit komme ich zu den Mitgliedschaften: Wir (2 Personen) waren für 14 Tage Mitglieder des National Trust, für knapp € 100. Das bedeutete, dass der Besuch des vierten Gartens, es wurde Sissinghurst, gratis war.

Das nächste Mal würde ich mich über mögliche Mitgliedschaften der RHS informieren: Sie haben mehr Gärten, während der Trust eher Herrenhäuser und Schlösser im Portefeuille hat, die natürlich alle auch Gärten haben. Falls Sie mit Hunden reisen:  Pfoten sind die Qualitätsanzeiger: bis zu drei bekommt eine hundefreundliche Sehenswürdigkeit, aber meistens sind sie nur angeleint erlaubt. Manche Gärten, etwa der von Beth Chatto, über den ich auch berichten werde, erlaubt an bestimmten Stunden Mitgliedern des RHS den kostenlosen Besuch.

Für High Grove gibt es nur geführte Besuche. Wir waren von einer Gartenfreundin vorgewarnt: sie kamen, vor wenigen Jahren, ohne gebucht zu haben. Da kam nur die Champagne Tea Tour in Frage, die weit über hundert Euro (pro Person) kostete.

So versuchten wir ab Jahreswechsel, eine Tour zu buchen, im Februar hatte das königliche Paar seine Abwesenheiten so geplant, dass wir für Mitte April buchen konnten. Inzwischen, Ende Mai, sind die nächsten Wochen ausgebucht, vielleicht, weil die vom König so geliebten Wiesen blühen?

Falls Sie auf der Webseite unterwegs waren, wissen Sie, wie streng die Sicherheitsregeln sind, selbst Taschenkontrollen sind möglich. Und Sie sind schon informiert über die wichtigsten Neuheiten: Es gibt bio Rharbarbargin für € 50! Und Seifen, eingepackt von einem Künstler, der auch mal in High Grove weilte, für (das Stück) über € 10!  Die hohen Preise dienen alle der King’s Foundation, vorher Prince‘s Foundation. Prince Charles hatte 1980 im hochpreisigen Cotswold ein Herrenhaus mit Land gekauft und seinen Garten gestaltet mit der Absicht: „To please the eye and sit in harmony with nature“.

Und das war mein Problem, ich stellte mir etwas vor, was mein Auge erfreuen könnte, wo es in die Ferne schweifen könnte wie in einem englischen Park, so als hätte Lenné ihn geplant. Stattdessen wurde es eng und kleinteilig, überall Buchs und Eiben, die kleine Höfe oder Gänge begrenzten. Alles sehr dicht bepflanzt, sehr gepflegt. Die Führung war klar begrenzt. Unsere Bekannte, Janie aus Oxford, versuchte, mit den arbeitenden Gärtnern ins Gespräch zu kommen und wurde rasch zurückgeholt. 

Es ist ein schöner Garten, manchmal richtig verspielt, aber für mich kein Wohlfühlgarten, in dem auch Kinder sich bewegen könnten. Und offenbar nicht sollen: Bei den Besuchen sind sie erst ab 9 Jahren zugelassen. Da sie sich auch wie Erwachsene zu verhalten haben, zahlen sie den vollen Preis von knapp €40.

Dass ich keine Freundin von der Kunst bin, Bäume zu schneiden, habe ich schon in der Dordogne gemerkt Der grüne Garten. Hier waren dazu auch die Darstellungen in Buchs nicht meins, etwa der Adler, der seine Schwingen meterweit öffnet. Mehr Freude haben sicherlich Menschen, die kein bisschen „anti-royal“ eingestellt sind:  Es gibt auch ein kleines Fotomuseum mit Szenen aus Charles‘ Leben und viele Fotos im Café. Eines von einem Verwandten von Königin Camilla, der in Indien ein Elefantenbabywaisenhaus gegründet hatte, ob deshalb die Elefanten auf der Wiese vor dem Eingang sind? Zehn Gärten in England in zwölf Tagen: Wie kann man darüber berichten?

Ceanothus

Schön war ein Feld mit knospenden Camassias, alles in blau und auch der ersehnte Ceanothus (s. letzter Beitrag!) war großartig! Etwa zehn Mal so groß wie meiner in Berlin. Das war das einzige Mal, wo es mir leidtat, nicht fotografieren zu dürfen…

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