Plötzlich Frühling oder doch nicht?

Letzten Monat rieselte der Schnee, und die Kamelien wurden eingepackt, nun ist plötzlich Frühling. Jetzt erfreuen sich die Kamelien mit uns an der großen Wärme: Ihre Knospen scheinen nicht gelitten zu haben. Manche zeigen schon ein wenig Rot. Und der Vorfrühling ist ausgebrochen: Tausende Schneeglöckchen sind da. Die Winterlinge bilden einen Teppich. Und die Elfenkrokusse schießen aus dem Rasen. Letzte Woche saßen wir bei 18°C im Garten, und das in Berlin im Februar!

Diese Wetterkapriolen verunsichern mich immer wieder: ich lese, dass es sich um Polarwirbel handelt, die Stratospährenerwärmungen bedingen, die „durchaus vielfältig und nicht immer eindeutig“ seien. Wieder mal geht von der Wissenschaft keine tröstende Wirkung aus! Es bleibt nichts anderes, als sich einfach anzupassen und zu versuchen, sich in an dem zu erfreuen, was möglich ist …

Also geht es weiter im Text: Inzwischen blüht schon wieder eine erste Staude: das Lungenkraut. Und zu den Schneeglöckchen gesellen sich die Märzenbecher. Bei den Helleboren (Nieswurze) sind neue Farben dazugekommen, ich lese bei Jörg Pfenningschmidt, meinem geschätzten Staudenautor, dass sich manche Menschen darüber beklagen, dass die Blüten immer nach unten gucken. Auch ich musste ich sie zwingen, in die Kamera zu gucken.

Die Obstbäume wurden beschnitten (Gärtnern mit Axt und Schere) und manche Blühsträucher. Mit den Buddleya sind wir noch nicht fertig, sie werden recht weit unten, etwa auf 1,20 Metern, abgeschnitten. Und die Hortensien sind ihre Blüten des Vorjahres losgeworden.

Bei den Annabelles habe ich, nach dem Rat von James der Gärtner nicht zu weit unten abgeschnitten, damit sie keinen allzu großen Wachstumsreiz erhalten. Das nächste Mal ist die Rispenhortensie Kyushu dran, von James weiß ich nun, dass sie wie eine Annabelle geschnitten werden kann, sie blüht am einjährigen Holz, das heißt noch in diesem Jahr an den nun wachsenden Trieben. Bei den anderen Hortensien ist Vorsicht angesagt: sie blüht am Holz der letzten Jahre!

Und dann geht der Häcksler für ein paar Stunden …

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