Der Garten um Schloss Trauttmansdorff

Dass wir von diesem Garten noch nichts gehört hatten! Es ist ein junger, nur 25 Jahre alter, Erlebnisgarten, um ein Schloss herum, das auf einer Anhöhe im Osten von Meran thront.

Im Prospekt werden als Mindestzeit für den Besuch drei Stunden empfohlen, nach fünf Stunden beschlossen wir, am nächsten Tag noch einmal zu kommen. Auf einem Areal von 12 Hektar sind fünf Rundwege, der Höhenunterschied beträgt 100 m, und wenn Sie dann noch auf die Aussichtplattform klettern (Vorsicht: nur für Schwindelfreie!) haben Sie das ganze Alpenpanorama vor sich. 

Clematis

 

Anfang Mai gab es noch Tulpen und Narzissen, einige Kamelien, überraschend viel Clematis.

Mohn

Große Beete mit Mohn in gelb, orange und rot, so wie in den Grünflächen der Dörfer und Städte in Südtirol. Die Beete sind gut beschriftet (30 Gärtner/innen!).

 

Fleischfressende Pflanzen

Es gibt auch Besonderes, etwa das Beet mit den fleischfressenden Pflanzen. Und auch hier lernte ich etwas neu kennen:

Schneeflocken Busch

Den Schneeflockenbusch.

Dann gibt es Überraschungen, die unseren Spieltrieb befeuerten: Zum Beispiel ein hölzernes Regal, beim Herausziehen der Schubladen kommt ein Bild von einem Vogel—und dann vom Baum über uns sein Gezwitscher.

 

 

Im Palmenkaffee, am Seerosensee, tranken wir unseren Kaffee. Am längsten waren wir im Glashaus und seinem Terrarium und dann im Touriseum. 

 

 

Im Glashaus sind Orchideen zu sehen und im Terrarium Echsen und Frösche und Ameisen, in der Mitte die Königin, zu der die Arbeiterinnen in einem durchsichtigen Schlauch an der Decke von der Futterstelle (etwa drei m entfernt) das Futter anschleppen.

Es hat eine Weile gedauert, bis wir die Zusammenhänge verstanden. 

Eben gucke ich noch einmal ins Netz: auch im Sommer gibt es viel Blühendes.

Und immer lohnt sich das Tourismusmuseum, in dem die Entwicklung Südtirols zum Reiseland in den letzten zwei hundert Jahren dargestellt wird, besonders die Entwicklung nach dem 2.Weltkrieg. Also damals, als wir in einem VW-Käfer mit den Eltern und drei Kindern auf der Rücksitzbank nach Italien fuhren.

Alles ist auf Deutsch und Italienisch, zum Beispiel ein Tagebuch Eintrag von einem Grundschulkind, bei dem Gäste einquartiert wurden, und die Kinder bei den Großeltern, und die Eltern auf dem Sofa im Wohnzimmer schliefen. Mutti musste den Gästen bis in die Nacht hinein Gesellschaft leisten. Und durch ein Puppentheater ich weiß nun, warum Napoleon den Freiheitskämpfer Andreas Hofer umbringen ließ. Und immer wieder wird an Sissi erinnert, die hier gerne weilte.

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