
Die blaue Hortensie ist wieder blau geworden! Nun gehen auch bei den letzten Hortensien die Blüten auf, etwa zwei Wochen früher als normal, so warm ist es in diesem Jahr. Im Kapitel zu den Hortensien beschreibe ich meine Mühen um das Blaubleiben blauer Hortensien genauer. Sie brauchen einen besonderen Dünger, der Aluminiumsulfat enthält, zusätzlich muss im geeigneten Moment, wenn die Knospen schon gut ausgebildet sind, der Boden angesäuert werden.
Was habe ich diesmal anders gemacht? Ich habe schon im Februar mit dem Düngen angefangen, also mehr gedüngt, als auf der Packung angegeben war und habe diesmal mit Zitronensäure gesäuert, sonst nahm ich Essigessenz, wie es gerade da war. In einem Heft der Zeitschrift kraut und rüben vom letzten Jahr finde ich den Hinweis, dass es manchmal mehrere Jahre dauert, bis sie uns mit ihrem Blau belohnen, Aber es hat sich gelohnt! Das Blau ist heller und strahlender, als ich es in Erinnerung hatte, es ist schon über zehn Jahre her, dass ich sie geschenkt bekam. Wie man mit den Schwierigkeiten mit blauen Blüten umgeht steht alles im Kapitel Blau im Garten!




Das Düngen dient dem Wachstum der Pflanzen, ihrer Stärke und Blühfreudigkeit. Erfolge sind allerdings nicht immer sicher auf den Dünger zurückzuführen. Am deutlichsten sieht man sie beim Rasen: Er ist nach dem Aufbringen des Düngers viel grüner und dichter – und muss öfter gemäht werden. Ich sagte ja schon, dass ich nicht viel von übertriebener Rasenpflege halte und eigentlich Wiesen schöner finde. Seit einigen Jahren düngen wir nun alles, nicht nur den Rasen. Dabei, vor allem aber beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, ringen wir noch um das rechte Maß.
Die Eisheiligen sind ausgefallen in diesem Jahr. Die letzten Tage hatten wir hochsommerliches Wetter, vieles ist schnell verblüht. Dazu passt mein Blogbeitrag Knospenknall. Am Dienstag, den 15.Mai, sollte die kalte Sophie kommen, stattdessen hatten wir 20 Grad und (endlich) reichlich Regen in Berlin. Auch nachts kühlt es kaum ab. Nun bin ich zuversichtlich, dass es auch warm bleibt und werde auch die zarten frisch ausgesäten Pflanzen raussetzen.
Im Garten sind nicht nur die Narzissen verblüht, selbst von den Tulpen steht nur noch eine. Am schönsten ist der Gemeinschaftsauftritt von Clematis montana rubens und der Glyzine um unsere Terrasse. Die Salomonsiegel blühen, die Akeleien, die Wiesenrauten, die Porzellanblumen und Purpurglöckchen, die Jakobsleiter.



