Die Winterlinge in der Farbe Gelb sieht man im Vorfrühling viel besser als die Schneeglöckchen. Wir sitzen ja noch im geheizten Zimmer und gucken heraus. Sie bilden bei uns große gelbe Teppiche, die mit ihren breiten hellgrünen Halskrausen wie sommerliche Butterblumenwiesen aussehen. Schon einige Wochen vorher gab es die Zaubernuss mit ihren zarten gelben Würmchen zu sehen. Danach kommen Krokusse und wie kleine Trompeten die Narzissen, und irgendwann die Forsythien und Tulpen. Gelb ist die Farbe, die den Frühling einläutet.
Im tiefsten Schatten blüht die Waldsteinie. An den Beeträndern lasse ich Löwenzahn zu, von weitem nicht zu unterscheiden vom Gemswurz, dem Doronicum. Während sie als Staude nicht immer gut über den Winter kommt, leuchtet der Löwenzahn ohne mein Zutun üppig an allen Beeträndern. Die Enkelkinder sind aus dem Alter des Pusteblume-Pustens heraus, und trotzdem werden sie nicht weniger. Dazu wieder ein Spruch von Karl Foerster. Er wurde gefragt, was er gegen Löwenzahn im Rasen mache. „Lernt den Löwenzahn lieben“ war seine Antwort. (Ein Garten der Erinnerung). Mir gelingt das inzwischen besser als meinem Mann, der sie lieber beseitigen möchte. Ich denke mir einfach, dass sie Gemswurze sind, aus der Ferne sehen sie ja genauso aus.












Das Düngen dient dem Wachstum der Pflanzen, ihrer Stärke und Blühfreudigkeit. Erfolge sind allerdings nicht immer sicher auf den Dünger zurückzuführen. Am deutlichsten sieht man sie beim Rasen: Er ist nach dem Aufbringen des Düngers viel grüner und dichter – und muss öfter gemäht werden. Ich sagte ja schon, dass ich nicht viel von übertriebener Rasenpflege halte und eigentlich Wiesen schöner finde. Seit einigen Jahren düngen wir nun alles, nicht nur den Rasen. Dabei, vor allem aber beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, ringen wir noch um das rechte Maß.