Beeren, Rhabarber, Kirschen: Obsternte in der Stadt

Obsternte in der Stadt

Obsternte in der Stadt: Ich schreibe immer, dass ich einen Ziergarten habe, aber selbstverständlich haben wir auch Obst. Zum Naschen, und manchmal auch zum Einfrieren soll es reichen. Jetzt geht gerade die Beerenzeit zu Ende, Heidelbeeren reifen noch und später kommen Brombeeren und zum Schluss dann auch Weinbeeren.

Als wir den Garten vor bald 40 Jahren übernahmen, gab es eine Wand mit roten Johannisbeeren und zwei große Sträucher mit schwarzen Johannisbeeren. Sie sind überwiegend eingegangen, vielleicht weil ein Apfel-, ein Kirsch- und ein Pflaumenbaum ihnen Licht und Wasser genommen haben? Und die schwarze Johanna mochte eigentlich nur mein Vater so richtig.

Gepflanzt haben wir Hochstämme, damit man sich beim Ernten nicht bücken muss. Je eine rote, eine weiße Johanna und eine Stachelbeere. Dann Himbeeren, die jetzt aufgegessen sind, aber auch eine Sorte Autumn bliss, die bis in den November Früchte trägt. Allerdings bleiben sie, wahrscheinlich mangels Sonne, etwas sauer und kaum aromatisch, würde ich nicht noch mal pflanzen. Zu den Himbeeren noch ein Tipp vom Gärtner Pötschke: Nach zehn Jahren soll man sie an neue Stellen umpflanzen.

Das Beet liegt im lichten Schatten. Im Vorfrühling hatte ich erwogen, einen Seidelbast dazuzustellen, der zu dieser Zeit blüht, aber da die Früchte zur Beerenzeit reif, aber sehr giftig sind, wurde es zur Sicherheit zukünftiger Kleinkinder, ein Heidelbeerstrauch.

Rhabarberpflanze.

Die Rhabarberpflanze liegt in der prallen Sonne, eine „Rheum Vierländer Blut, rotstielig und rotfleischig, früh“, die kleine und eher dünne Stängel bildet. So sieht sie neben der Rose Goldelse zierlich aus, als wäre sie zur Deko da. Aber sie trägt gut, in diesem Jahr so viel, dass ich es einfrieren konnte, nachdem ich zweimal das Baiserkuchenrezept (bei Chefkoch gefunden) gebacken hatte.

Anfangs hatte ich ein Rezept, bei dem es nur zwei Eier waren und die Baiserhaube entsprechend dünn war, obwohl das Foto anderes versprach. Aber mit den vier Eiern wird es bestimmt sowie auf dem Foto!

„Kirschen rot – Spargel tot“ War da nicht so etwas Ähnliches, dass man Rhabarber im Hochsommer nicht mehr essen soll? Das musste ich googeln: Es geht um die Oxalsäure, die vor allem in und unter der Schale liegt, aber beim Kochen reduziert wird. Also nicht, so wie wir es als Kinder machten, den Rhabarber in die Zuckerdose tauchen und dann von der Stange abbeißen! Und vor dem Kochen schälen!

Das Rezept geht auch mit Beeren statt Rhabarber. Das nächste Mal schreibe ich von der Knupperkirsche, der William Christ Birne und der Bühler Pflaume. Die gute Nachricht schon mal: Die Birne hat keinen Gitterrost mehr!

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