Was tun, wenn der Regen ausbleibt?

2018.

Was tun, wenn der Regen ausbleibt? Auf den Vortrag von Herrn Pfenningschmidt mussten wir, wegen Corona, über ein Jahr warten. Am ersten Oktober sprach er zu einer, wieder wegen Corona, bewusst klein gehaltenen Gruppe der Gesellschaft zur Förderung der Gartenkultur in Berlin. Da wir alle seine Artikel und das Buch Hier wächst nichts seit Langem kennen und schätzen, wäre es sonst zu voll geworden.

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Rezension: Lebendige Gärten im Winter von Iris Ney

Für diese Rezension von Lebendige Gärten im Winter habe ich lange gebraucht, und sie ist sehr persönlich geworden: Während der ersten Jahrzehnte meines Gärtnerinnenlebens galt für mich Klaus Foersters Spruch: „Es wird durchgeblüht!“ als Leitmotto. Darum geht es auch in meinem Buch „Blütenfreuden“. Ich habe noch einmal die beiden Kapitel zum Winter gelesen: Der Winter war für mich Wartezeit auf und Vorbereitung für den Sommer. Das ist jetzt anders geworden.

Als ich das Buch Lebendige Gärten im Winter bestellt hatte, guckte ich mir die vielen (schönen!) Bilder an, und sah, dass es meist welche aus England waren, ah ja, die Autorin bietet ja Wintergärtenreisen (!) dorthin an, und dann kam erstmal der Sommer. Allerdings hatte ich schon Exemplare von Cornus alba sibirica bestellt, wegen der roten Stiele im Winter.

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Perovskien, Gaura und Bartblumen nach diesem heißen Sommer in Frankreich 

Als wir im September in die Provence fuhren, war die schlimme Hitze schon vorbei: Es hatte geregnet und auf der Autobahn warnten in den ersten Tagen Leuchttafeln vor Gewitter, sogar nachts blitzte und donnerte es. Bekannte, die für die Bretagne eine Gartenreise gebucht hatten, sahen allerdings vertrocknende Rhodos und verbrannte Wälder. Wir sahen nur einige abgestorbenen Bäume, nicht mehr als schon in Deutschland.

Aber überall im Land redete man von der Hitze, die man durchlebt hatte, und von vertrockneten Gemüsegärten. In den Tageszeitungen, hier „Libération“, gab es seitenlange Berichte über die Schäden in der Landwirtschaft, eine neue Kultur sei unausweichlich, wenn zukünftig das „blaue Gold“ fehlt, mit erschreckenden Grafiken.

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Was Humboldt wohl dazu sagen würde? 

Humboldt Forum

Beim Humboldt Forum fremdle ich immer noch, es fing schon an bei der Idee, ein Barockschloss nachzubauen. Und auch der Besuch im völkerkundlichen Museumsteil zu Afrika ließ Wünsche offen.

Umso mehr freute ich mich über die Kritik von Dieter Kosslick, die ich in meiner Rezension des Buches über die 50 besten Gärten Berlins aufgriff: Wie viel schöne Gärten hätte man für die Milliarde Euro bauen können, statt „einem monumentalen post barocken Betonklotz mit einer 200 m langen, nachgemachten Preussen-Fassade.“

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Obsternte in der Stadt (Birne, Pflaume und Knupperkirsche) 

Obsternte in der Stadt

Obsternte in der Stadt: Als wir beschlossen hatten, bei der Geburt der Enkelkinder jeweils einen Baum zu pflanzen, ahnte ich nicht, was man dazu alles wissen muss. Ich fühle mich inzwischen wie eine Obstbäuerin. Ich wusste noch nicht einmal, dass manche eine Befruchtersorte brauchen und dass das zwanzig Jahre später wieder wichtig werden würde.

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Beeren, Rhabarber, Kirschen: Obsternte in der Stadt

Obsternte in der Stadt

Obsternte in der Stadt: Ich schreibe immer, dass ich einen Ziergarten habe, aber selbstverständlich haben wir auch Obst. Zum Naschen, und manchmal auch zum Einfrieren soll es reichen. Jetzt geht gerade die Beerenzeit zu Ende, Heidelbeeren reifen noch und später kommen Brombeeren und zum Schluss dann auch Weinbeeren.

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Rezension: Neue Staudenverwendung von Norbert Kühn 

neue StaudenverwendungWie rezensiert man als Hobbygärtnerin ein Lehrbuch wie Neue Staudenverwendung von Norbert Kühn, das mit fundiertem Hintergrundwissen daherkommt?

Einleitend heißt es: „Das Buch soll keine Rezepte vermitteln und keine Dogmen aussprechen. Es soll Grundlagen dafür bieten, um sich selbst neue und eigene Gedanken zu machen. Dazu ist es nötig, in die Geschichte zu sehen und das schon Gedachte vor dem geistigen Auge vorbeiziehen zu lassen … Es soll zurzeit gebräuchliche Prinzipien aufzeigen und will sie auf eine ökologische Grundlage stellen.“

Es folgen 300 Seiten, fast so groß wie DIN A4, mit Fotos, Schaubildern und Tabellen, schon Literaturverzeichnis und Pflanzennamen kommen mit je 15 Seiten. Es ist kein Buch zum Auslesen, aber es regt an, wie es so schön heißt: „sich selbst neue und eigene Gedanken zu machen.“ Deshalb empfehle ich es gerade für Menschen, die eigentlich schon genug Gartenbücher haben.

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Neue Pflanzen entdecken: Fuchsien

Die erste Fuchsie.

Als ich mein Buch vor bald zehn Jahren verfasste, staunte ich noch über die vielen verschiedenen Lilien und schrieb auch, dass ich Dahlien meide, weil sie nicht winterfest sind. Fuchsien hatte ich aus diesem Grund auch nicht. Was habe ich da verpasst! Inzwischen sind Lilien Stars in meinem Garten, vor allem die lila Säule in der rot-weißen Ecke, die über zwei Meter hoch ist. Und Fuchsien füllen kahle Schattenplätzchen, nur die Dahlien … Aber der Reihe nach!

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Über die Plagen im Garten!

Physalis.

Nach der Plage ist vor der Plage, ist eines der Kapitel meines Buches, die ich als erstes schrieb. Über die Plagen der Vorjahre muss ich nicht mehr schreiben, der Giersch ist weiter nur an den fünf Stellen, Topinambur schon vergessen, Physalis hält sich brav im Topf, im letzten Jahr hat sie sogar hinnehmen müssen, dass ich sie durch den Chelsea Chop ihrer Blüte beraubte.

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