Schon die Vorwörter dieses Briefwechsels sind lesenswert: Gekauft hatte ich es als Taschenbuch, 2021 in England erschienen, mit einem Vorwort von Fergus Garrett, dem Nachfolger Lloyds in Great Dixter, und natürlich auch mit denen der beiden Autoren von 1998.
Die deutsche Übersetzung erschien 2013 zu Beths Neunzigstem mit einem weiteren Vorwort von ihr, in dem sie die vielen Praktikant:innen aus Deutschland lobt und die Übersetzung von Maria Gurlitt-Sartori hervorhebt, (zu Recht, wie ich finde) deren Schwester bei ihr gearbeitet hatte. Sie betrachtet sie alle als ihre Kinder, teilte gerne die selbst gezogenen Gemüse mit ihnen. Die fast Neunzigjährige schreibt:

Ein wenig kennengelernt hatte ich den Garten durch den Briefwechsel von Christopher Lloyd mit Beth Chatto: Dear friend and gardener. Dixter gehört zu den Top-must-see Gärten im Sussex. Gestaltet von Christopher Lloyd, einem gelernten und studierten Gärtner. Der Garten ist auch deswegen bekannt, weil Lloyd, vor allem im letzten Viertel des vergangenen Jahrhunderts, eine Kolumne im Magazin Country Life hatte. Da hatte er gegen gärtnerische Routinen angeschrieben, damals Undenkbares gewagt.
Bei unserem Besuch in den Gärten von Beth Chatto und Christopher Lloyd (Christo) entdeckte ich das Buch Dear Friend and Gardener, die Korrespondenz der beiden, die, wie sich dann herausstellte, nur von 1996 und 1997 währte. Darin schwärmten sie von ihrem gemeinsamen Reisen in den vergangenen Jahrzehnten. Darüber wollte ich mehr lesen. Und dann war da noch etwas:
Als ich über Beth Chattos Kiesgarten las
In den zehn Jahren, seit ich in meinem Buch über Tomaten schrieb,
Die ersten Rittersporn Pflänzchen sah ich in diesem Jahr im April in England beim königlichen Garten in High Grove
Schon das Geleitwort bereitet auf Foersters Facettenreichtum vor: es gäbe „auch dunkle Flecken in der Biographie“. Es endet: „Dem Buch ist sehr viel Erfolg zu wünschen, der von der Wahrhaftigkeit der Darstellung getragen sein möge.“ Für diese Wahrhaftigkeit war dann die Vorgehensweise des Autors erforderlich: Im Prolog stellt er seine zehnjährige Recherche vor; er hat in der Breite Quellen gesucht. Ihm geht es um Foersters Weltanschauung, seine Erfolgsmethoden und die familiären und beruflichen Beziehungsgeflechte.
Eigentlich 