
Kann man zuviel Apfelkuchen essen?
In seiner Kolumne im ZEIT Magazin schreibt Harald Martenstein von seiner Entwicklung vom Hobbybauern zum Passivbauern. Er besitzt in seinem Grundstück viele Obstbäume und hatte über Jahre versucht, die reiche Ernte zu verteilen, aber selbst die Bekannten hatten schon genug Obst und Marmeladen. Erst als er beschloss, Passivbauer zu werden, konnte er seine Bäume wieder lieben: “Ich esse hin und wieder einen Apfel oder eine Pflaume direkt vom Baum … der Rest des Obstes wird der Natur überlassen, den Insekten, den Vögeln, den sich von Verwesendem nährenden Mikroben.“
Als Passivbauer fühlt er sich so wohl, dass er sogar zwei neue Obstbäume pflanzen konnte. Ob ich jemals die Gelassenheit einer Passivbäuerin erlangen werde? Martenstein ist sieben Jahre jünger als ich und schon so reif! Vielleicht liegt es daran, dass wir Blockadekinder sind? Jedenfalls arbeite ich in den letzten Wochen beharrlich an der Verarbeitung des diesjährigen Apfelreichtums: Endlich sind die Jacques Lebel Äpfel und die des Boskoop Baums aufgegessen und verarbeitet. Der Boskoop trug wie noch nie, viele Äpfel, und manche so groß wie Pampelmusen.
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